Die Choriner Straße trug noch bis 1863 den Namen "Hohlweg vor dem Schönhauser Thor". Mit dem Bau der so genannten Mietskasernen im Zeitalter der Industriealisierung entstand hier einer der typischen Berliner Arbeiterbezirke. Seit den 1870er Jahren wuchs die Stadt in einem atemberaubenden Tempo. Bereits 1920 zählte Berlin zu den drei einwohnerstärksten Metropolen der Welt. Mit dem Mauerbau 1961 wurden die städtebaulich stark miteinander verknüpften Bezirke Wedding und Prenzlauer Berg über Nacht voneinander getrennt. Unter dem DDR-Regime verfiel die Altbausubstanz zunehmend. Subkulturelle Strömungen fanden hier genügend Raum zur Entfaltung - ein alternatives Flair entstand. In den 80er Jahren lag hier eines der Zentren der DDR-Opposition. Nach der Wende wurde der Prenzlauer Berg zum riesigen Sanierungsgebiet. Heute zählt das größte Gründerzeitviertel Europas besonders unter jungen und kreativen Menschen zu den beliebtesten Gegenden Berlins.
Ihren Namen hat die Choriner Straße übrigens von einer Gemeinde in der südlichen Uckermark. Dort befindet sich auch das 750 Jahre alte Zisterzienser-Kloster Chorin - eines der bedeutendsten gotischen Denkmäler Norddeutschlands.
Prater
Ältester Biergarten Berlins. Heute ist er mit 800 Plätzen besonders im Sommer einer der beliebtesten Treffpunkte im Kiez.
www.pratergarten.de
Konnopke
Seit vier Generationen betriebener Imbiss am U-Bahnhof Eberswalder Straße mit der wahrscheinlich besten Currywurst Berlins.
www.konnopke-imbiss.de
Synagoge Rykestraße
Die 1904 gebaute Synagoge ist die größte Deutschlands. Sie bietet 2.000 Personen Platz.
Jüdischer Friedhof
Zweitältester Friedhof Berlins an der Schönhauser Allee, letzte Ruhestätte für zahlreiche Berliner Persönlichkeiten des 19. und 20 Jahrhunderts.
Gethsemanekirche
Symbol des gewaltfreien Widerstands, ehemaliger Treffpunkt der DDR-Opposition an der Stargarder Straße.