„Authentische Architektur ist nie allein durch einen bestimmten Zeitgeist gekennzeichnet. Vielmehr verinnerlicht sie den Geist aller Zeiten.“
Veronika von Kathen, Freie Architektin und Geschäftsführerin der Planungsgesellschaft von Kathen und Wall mbH
In den modernen Wohnhäusern in der Choriner Straße wird die typische Berliner Mietshausarchitektur neu interpretiert. Die Objekte fügen sich sensibel in die unmittelbare Nachbarschaft ein und bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungsformen, einschließlich Penthauswohnungen mit großzügigen Terrassen.
Der Innenbereich der insgesamt neun Häuser ist von vielfach fragmentierten Höfen geprägt.
An dem Projekt Choriner Höfe waren vier verschiedene Architekturbüros beteiligt:
Der Entwurf für die Choriner Straße 84 von Architekt Frank Schiffer entstand aufgrund der Idee, die Baulücke durch ein skulpturales, monolithisch geformtes Gebäude passgenau zu schließen. „Das Haus sollte sich gleichzeitig durch die Klarheit und Reduziertheit in seiner Formensprache selbstbewusst behaupten und durch sein differenziertes Volumen sowie seine klassischen Proportionen sensibel in die unmittelbare Nachbarschaft einfügen.“
Besondere Sorgfalt haben Frank Schiffer und sein Team dabei auf die Auswahl der Materialien verwendet. „Für die Fassade wurde ein handgefertigter grau geflammter Ziegelstein ausgewählt, dessen lebhafte Oberfläche den Kontrast zu den eleganten, anthrazitfarbenen und scharfkantigen Holz-Alufenstern bildet. In den Sockel- und Attikageschossen ergänzen Fenster aus lasierter Lärche die Materialität des Gebäudes.“
Die Architektur der Planungsgesellschaft von Kathen und Wall ist geprägt vom Grundgedanken, dass authentische Architektur nie allein Ausdruck eines bestimmten Zeitgeistes ist, sondern den Geist aller Zeiten verinnerlicht.
Das von den Architekten geplante Wohnhaus 4 bezieht im Hofensemble mit seinem skulpturalen Eingangsportal als Solitär eine souveräne Position. Dem Wunsch nach individuellem Wohnen im urbanen Umfeld wird Rechnung getragen, indem um das Haus 4 zwei Einfamilienhäuser, Haus 3 und Haus 5, gruppiert wurden.
Die formale Sprache von Haus 3 bildet mit seiner klaren geometrischen nach Süden und Westen gerichteten Glasfassade einen reizvollen Kontrast zur Stadtlandschaft. Großzügige Sonnenterrassen, Balkone und grüne Dachterrassen verbinden Innen- und Außenraum mit einem ruhigen und grünen Hofcharakter. Alle Wohnungen werden von einem großzügigen Eingangsbereich erschlossen, ohne dabei im übrigen Bereich Wohnfläche zu reduzieren. Hohe Geschosshöhen, belichtete Bäder und Küchen sowie der konsequente Verzicht auf lange Flure und Durchgangszimmer erzeugen ein Wohngefühl, in dem Funktionalität mit erlesenem Komfort geschickt verbunden ist.
In einer modernen und zeitgemäßen Architektur interpretiert Architekt Friedhelm Haas die Typologie der umliegenden Gebäude aus dem 19. Jh. mit Erkern und Loggien völlig neu. Die kubische Bauweise schafft einen plastischen Gebäudekörper, in den Eingänge, Balkone und Erker eingearbeitet sind. Das Haus ist zur Zehdenicker Straße komplett mit Klinker verkleidet und steht in der Tradition der frühen Moderne der 20er Jahre.
Der unregelmäßige Ziegel bietet einen klaren Kontrast zur geradlinigen Architektur. Um einen zweigeschossigen Gebäudesockel ablesbar zu machen, springt der Klinker ab dem 2. OG leicht vor die beiden unteren Etagen. Raumhohe Fensterflächen nach Südosten und Südwesten fangen das Sonnenlicht ein. Durch den Klinker ist der Bau monolithisch und sehr ausdrucksstark. Die Fenster sind aus lasiertem Eichenholz, die Attika und das Tonnendach aus Zinkblech. Die verwendeten Materialien der Innenräume beschränken sich bewusst auf weiße Putz- bzw. Spachtelflächen, Schiefer für die Fußböden der stärker beanspruchten Bereiche und Eichenholz als Parkett für die Ausbauten.
Die Collignon Gesellschaft von Architekten hat die Häuser 8 und 9 in der Zehdenicker Straße in einer modernen, auf wesentliche Gestaltungselemente und eleganten Proportionen fokussierten Architektur umgesetzt.
„In den Grundzügen haben die beiden Gebäude einen klaren und optisch harmonischen Bezug zueinander. Entsprechend ihrer unterschiedlichen Bedeutung im Ensemble der Choriner Höfe haben wir ihnen allerdings unterschiedliche architektonische Merkmale zugewiesen. Haus 8, das den zweigeschossigen Zugang zum Blockinnenbereich bildet, erhält mit seiner von Erkern („Nestern“) geprägten Fassade eine besondere Betonung. Die Architektur des Hauses 9 lehnt sich hingegen an die klassizistisch inspirierten Gebäude der Umgebung und an die glatt gehaltenen Fassaden der direkt benachbarten Häuser an. Die Wohnungen der Gebäude erhalten durch die großzügig und komfortabel geschnittenen Wohnflächen, die raumhohen Fenster sowie die Loggien und Balkone einen durchlässigen und aufgeschlossenen Charakter.“
Die Umsetzung von Gestaltungsvorschlägen, Planungsunterlagen und dargestellten 3-D-Visualisierungen des Gebäudes und von einzelnen Räumen auf dieser Webseite können von der Realität und der tatsächlichen Ausführung, auch hinsichtlich der Flächenangaben, abweichen.
Vorgestellte Materialien, Fabrikate und Ausstattungsgegenstände sind ein unverbindlicher Gestaltungsvorschlag und können gegebenenfalls variieren. Weitere aufwertende Ausstattung ist gegen Aufpreis möglich. Verbindlich für die Ausführung sind allein die Bau- und Leistungsbeschreibung des Kaufvertrages. Abweichungen aufgrund behördlicher Auflagen und Änderungen durch die Genehmigungsbehörden bleiben vorbehalten.